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Design Gallery, St. Moritz

Die ST. MORITZ DESIGN GALLERY ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Entlang der Fussgänger-Passage vom Badrutt’s Palace Hotel zum See sind 31 grosse beleuchtete Vitrinen eingebaut, in denen wechselnde Ausstellungen mit wertvollen Plakaten und Fotografien realisiert werden. Dadurch entsteht eine eigentliche Kunstgalerie, die Passanten Themen in plakativer Form präsentiert.

Aktuelle Veranstaltungen

Donnerstag, 2.7.2026, um 18.00 Uhr: Vernissage der neuen Plakatausstellung «Plus quam flores – More than Flowers» des Fotografen Gian Giovanoli

Wechselausstellung

PLUS QUAM FLORES – more than flowers
Fotoausstellung Gian Giovanoli, Fotograf
Sommer 2026
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Das Leben der Engadiner Talbevölkerung ist seit jeher eng mit den Pflanzen der alpinen Bergwelt verbunden. Kräuter und Gräser bilden die Grundlage eines fein ausbalancierten Ökosystems und dienen sowohl Wild- und Nutztieren als auch uns Menschen als Nahrung. Viele Arten sind tief in der lokalen Kunst und Kultur verankert. Sie finden sich in traditionellen Heilmitteln und Rezepten und prägen bis heute das Wissen und den Umgang mit der Natur; Alpenblumen sind «mehr als Blumen».
Auch der Oberengadiner Arzt Jachiam E. Frizzun nutzte um 1700 die heilenden Kräfte der Alpenpflanzen, wie schon seit Jahrhunderten die Kräuterfrauen und Bauern der Region vor ihm. Bis heute schmücken sich die Kinder an Chalandamarz mit den «Rösas», den bunten Pa- pierblumen, und vertreiben mit Kuhglocken, Gesang und Peitschenknallen die Wintergeister.
Die Schönheit der alpinen Blumenwelt fand vielfältigen Ausdruck in der Engadiner Kunst und Architektur. Blumenmotive zieren bis heute Hotelhallen und private Villen, besonders ein- drucksvoll aber zeigt sich ihre künstlerische Umsetzung in den Werken lokaler Dekorations- maler. Der Engadiner Künstler Kaspar Donatsch gestaltete etwa den alten Gemeindesaal von St. Moritz, heute der Kindergarten im Schulhaus Dorf, mit floralen Ornamenten, die die alpine Flora in lebendigen Farben und Formen einfangen.
Auch Geschichten und Märchen erzählen von der engen Verbindung zwischen Mensch und Bergwelt. So berichtet ein altes Engadiner Märchen, nacherzählt von Sina Semadeni-Bezzola, vom Blumenengel Flurina, der den Menschen drei Wunderblumen schenkte: die gelbe Blume Vivanda gegen den Hunger, die rote Blume Pigna gegen die Kälte und die blaue Blume Allegria gegen die Traurigkeit. Als die Menschen jedoch bequem wurden und um die Blumen stritten, nahm Flurina sie ihnen wieder weg. Zur Erinnerung entstanden die Trais Fluors als Mahnmal. Geblieben ist bis heute der Wunsch nach Freude im Engadiner Gruss: «Allegra».
Das fotografische Projekt des Engadiner Fine-Art-Fotografen Gian Giovanoli und die Ausstel- lung «Plus quam flores – More than Flowers» widmen sich den einheimischen Alpenblumen. Was aus der Ferne wie ein überwältigendes Blütenmeer erscheint, offenbart aus der Nähe eine stille, vielschichtige Welt.
Mit einer feinen Papierschicht zwischen Objektiv und Motiv verleiht Gian Giovanoli den Blumen eine malerische Tiefe. So entstehen ruhige, präzise Porträts der alpinen Flora — poetische Fotografien ohne künstliche Intelligenz, die zu einem aufmerksamen Blick einladen.

Prospekt:
Deutsch / English / Italiano

Veranstaltungen

18.9.2026

Engadiner Museumsnacht

2.7.2026

Vernissage: Fotoausstellung Gian Giovanoli : PLUS QUAM FLORES – more than flowers

18.00 Uhr
VIA SERLAS 23E
EINGANG PARKHAUS SERLETTA (Ebene Ausgang Badrutt’s Palace Hotel)

Begrüssung Lisa Degiacomi, Bibliothek St. Moritz
Ansprache Ueli Hartwig, Biologe
Schlusswort Gian Giovanoli, Fotograf

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Das Leben der Engadiner Talbevölkerung ist seit jeher eng mit den Pflanzen der alpinen Bergwelt verbunden. Kräuter und Gräser bilden die Grundlage eines fein ausbalancierten Ökosystems und dienen sowohl Wild- und Nutztieren als auch uns Menschen als Nahrung. Viele Arten sind tief in der lokalen Kunst und Kultur verankert. Sie finden sich in traditionellen Heilmitteln und Rezepten und prägen bis heute das Wissen und den Umgang mit der Natur; Alpenblumen sind «mehr als Blumen».
Auch der Oberengadiner Arzt Jachiam E. Frizzun nutzte um 1700 die heilenden Kräfte der Alpenpflanzen, wie schon seit Jahrhunderten die Kräuterfrauen und Bauern der Region vor ihm. Bis heute schmücken sich die Kinder an Chalandamarz mit den «Rösas», den bunten Pa- pierblumen, und vertreiben mit Kuhglocken, Gesang und Peitschenknallen die Wintergeister.
Die Schönheit der alpinen Blumenwelt fand vielfältigen Ausdruck in der Engadiner Kunst und Architektur. Blumenmotive zieren bis heute Hotelhallen und private Villen, besonders ein- drucksvoll aber zeigt sich ihre künstlerische Umsetzung in den Werken lokaler Dekorations- maler. Der Engadiner Künstler Kaspar Donatsch gestaltete etwa den alten Gemeindesaal von St. Moritz, heute der Kindergarten im Schulhaus Dorf, mit floralen Ornamenten, die die alpine Flora in lebendigen Farben und Formen einfangen.
Auch Geschichten und Märchen erzählen von der engen Verbindung zwischen Mensch und Bergwelt. So berichtet ein altes Engadiner Märchen, nacherzählt von Sina Semadeni-Bezzola, vom Blumenengel Flurina, der den Menschen drei Wunderblumen schenkte: die gelbe Blume Vivanda gegen den Hunger, die rote Blume Pigna gegen die Kälte und die blaue Blume Allegria gegen die Traurigkeit. Als die Menschen jedoch bequem wurden und um die Blumen stritten, nahm Flurina sie ihnen wieder weg. Zur Erinnerung entstanden die Trais Fluors als Mahnmal. Geblieben ist bis heute der Wunsch nach Freude im Engadiner Gruss: «Allegra».
Das fotografische Projekt des Engadiner Fine-Art-Fotografen Gian Giovanoli und die Ausstel- lung «Plus quam flores – More than Flowers» widmen sich den einheimischen Alpenblumen. Was aus der Ferne wie ein überwältigendes Blütenmeer erscheint, offenbart aus der Nähe eine stille, vielschichtige Welt.
Mit einer feinen Papierschicht zwischen Objektiv und Motiv verleiht Gian Giovanoli den Blumen eine malerische Tiefe. So entstehen ruhige, präzise Porträts der alpinen Flora — poetische Fotografien ohne künstliche Intelligenz, die zu einem aufmerksamen Blick einladen.

Prospekt:
Deutsch / English / Italiano